Pressegespräch am 07.08.2018 / 11:00 Uhr / Northbrigade Slatepark Köln

Sehr geehrte Medienvertreter,

der Deutsche Rollstuhl-Sportverband lädt Sie recht herzlich zum Pressegespräch am 07. August 2019 11:00 Uhr in die Northbrigade, Scheibenstraße 13, 50737 Köln, ein. Am 31. August und 1. September 2019 treffen sich die besten Rollstuhlskater der Welt zur ersten WCMX- Weltmeisterschaft außerhalb der USA in der Domstadt. Rund 30 Teilnehmer aus 8 Nationen werden Cöllefornia zum Beben bringen und mit spektakulären und waghalsigen Trick die Kölner und Ihre Besucher begeistern.

Sie haben beim Pressegespräch die Möglichkeit, den Sport und seine Sportler kennen zu lernen. Der zweifache Deutsche Meister (2018/2019) Til Augustin und der Deutsche Meister 2018 und Vizemeister 2019 Timon Luu werden Ihnen für Aufnahmen und Fragen zur Verfügung stehen. Neben den Teilnehmern wird auch Patrick Krause, Fachbereichsleiter WCMX im DRS e.V. und Leiter des LOC zur Paraskate 2019, über das Event und begleitende Rahmenprogramm zur Paraskate2019 informieren.

WCMX, welches sich von Wheelchair-Motocross ableitet, bezeichnet das Skaten im Rollstuhl. Geprägt wurde der Sport von dem Amerikaner Aaron Fortheringham, welcher den Sport vor über 16 Jahren erfand und mit seinen waghalsigen Auftritten bei Nitro Circus Berühmtheit erlangte. Seit 6 Jahren ist dieser Sport jetzt auch in deutschen Skateparks zuhause. Der Deutsche Rollstuhlsportverband bietet jährlich verschiedene Tryouts, Workshops und Roadtrips für alle Leistungsklassen vom Einsteiger bis zum Profi an.

Haben Sie weitere Fragen oder können am Pressegespräch nicht teilnehmen, so stehen wir Ihnen gern unter presse@paraskate2019.de und 0157/74880445 gern zur Verfügung. Alternativ können sie sich auch direkt am Akkreditierungsbüro am Skatepark in Köln melden. Das Akkreditierungsbüro hat vom 29.08.-01.09.2019 täglich von 8:00 – 18:00 Uhr geöffnet.

Pressegespräch zur 1. Inertnationalen Deutschen Meisterschaft 2018 (DRS/Lubetzki)

Interview mit Ronja Holze

Die amtierende Deutsche Meisterin steht dem DRS rede und Antwort

Ronja Holze (Foto: DRS/Sandra Schink fotoatelier.hamburg)

DRS: Stelle dich bitte kurz vor.

RH: Ich heiße Ronja Holze, bin 19 Jahre und komme aus Berlin.

DRS: Wie war dein erstes Mal im Skatepark?

RH: Mein erstes Mal war mit David Lebuser zusammen 2016 bei einer WCMX-Demo in der Skatehalle Berlin, welche vom Berliner Verein Drop In e. V. veranstaltet wurde. Es war für mich aufregend, bzw. anders. Durch die neue Sportart habe ich meine Freude am Leben wiederentdeckt. Zu diesem Zeitpunkt saß ich erst seit Kurzem im Rollstuhl.

DRS: Hast du manchmal Angst im Skatepark?

RH: Bei manchen Drop-Ins habe ich schon Angst, besonders, wenn die Rampen ganz schön hoch sind. Aber dann atme ich kurz durch, zähle bis drei und fahre dann runter.

DRS: Wie findest du es, dass die WM dieses Jahr in Deutschland stattfindet?

RH: Das finde ich sehr gut, dann muss ich nicht so weit fahren 😉 Ich freue mich schon auf die WM. Da ich noch nie bei einer WM dabei war, bin ich gespannt wie es wird.

DRS: Worauf freust du dich am meisten bei der WM?

RH: Ich freue mich am meisten darauf andere Fahrer aus der ganzen Welt kennen zu lernen.

Interview mit Aaron „Wheelz“ Fotheringham

DRS spricht mit dem begründer des WCMX-Sports

Aaron -Wheelz- Fortheringham (Foto: DRS/Anna Spindelndreier)

F: Stelle dich bitte kurz vor.

Q: Please introduce yourself briefly.

A: Ich bin Aaron „Wheelz“ Fotheringham, ich bin 27 Jahre alt, aus Las Vegas und mein Sport ist WCMX!!!

I am Aaron „Wheelz“ Fotheringham, I am 27 years old, from Las Vegas and my sport is WCMX!!!

F: Wann warst du das erste Mal im Skatepark?

Q: When was your first time in a skatepark?

A: Das erste Mal, als ich jemals in einen Skatepark bin, war ich 8 Jahre alt.

The first time I ever went to a skatepark I was 8 years old.

F: Wie kamst du auf die Idee?

Q: How did you come to the idea?

A: Ich kam erstmals auf die Idee mich in einen Skatepark zu stürzen, als ich mit meinem Bruder in einem Skatepark war. Ich genoss es immer den Skatern und BMX Fahrern zuzusehen und so fühlte es sich ganz natürlich an!

I first got the idea to drop in to a skatepark when I was with my brother at a skatepark. I always enjoyed watching the skaters and BMX riders and so it just felt natural!

F: Wie findest du es, dass es so ein populärer Sport geworden ist?

Q: How do you find that it has become such a popular sport?

A: Es ist unglaublich zu sehen wie sehr WCMX über die Jahre gewachsen ist. Nun Wettbewerbe in verschiedenen Ländern zu sehen ist absolut wahnsinnig.

It’s been amazing to see how much WCMX has grown over the years. Now to see contests in different countries is absolutely awesome.

F: Hättest du mit so einer Entwicklung des Sports gerechnet?

Q: Did you expect such a development?

A: Als ich anfing zu fahren, träumte ich immer davon mehr Rollstühle in Skateparks zu sehen, und ich hoffe, es wird sich weiter um den Globus ausbreiten!!!

When I first started riding I always dreamed of seeing more wheelchairs in skateparks, and I hope it continues to expand the globe!!!

F: Welche Nation ist aus deiner Sicht aktuell die stärkste?

Q: Which country is currently the strongest according to your opinion?

A: Ich würde sagen, WCMX ist wahrscheinlich in den USA am stärksten, da scheint es im Moment tendenziell mehr Fahrer und Veranstaltungen zu geben. Aber ich würde sagen, Europa kommt gleich an zweiter Stelle!

I would say WCMX is probably the strongest in the USA, there tends to be more riders and events at the moment. But I’d say Europe is a close second!

F: Hast du so etwas wie Lampenfieber vor einer wichtigen Competition?

Q: Do you have something like buck fever before important competitions?

A: Ich bin ziemlich heiß darauf vor einem Wettbewerb oder einer Show, das ist sicher. Ich sage mir einfach selbst, dass ich Spaß haben und es nicht zu ernst nehmen soll. Einfach gesagt als getan. Haha.

I get pretty amped up before a contest or a show that’s for sure. I just tell myself to have fun and not take it too seriously. Easier said than done. Haha.

F: Was ist dein Lieblingstrick?

Q: What’s your favorite trick?

A: Mein Lieblingstrick ist der Backflip 360!

My favorite trick is the backflip 360!

F: Was gefällt dir an Deutschland?

Q: What do you like about Germany?

A: Die Liste ist lang, aber ich liebe die Leute, das Essen, die Autobahn und natürlich Schwalbe!

The list is long but I love the people, the food, the autobahn and of course Schwalbe Tires!

F: Was wünschst du dir für die WM in Deutschland?

Q: What do you wish for the world competition in Germany?

A: Ich hoffe einen Haufen WCMX’er da draußen zu sehen, die Spaß haben, sich gegenseitig dazu antreiben sich selbst anzutreiben und hoffentlich mehr Leute zu inspirieren sich dem Sport anzuschließen. (:

I hope to see a bunch of WCMX’ers out there having fun, pushing each other to push themselves and hopefully inspire more to join the sport. (:

Interview mit Verena Pullwitt

Sie kennt jeden Namen – Der DRS spricht mit der Akkrediterungsmagerin der Paraskate2019

Verena Pullwitt

DRS: Stelle dich bitte kurz vor.

VP: Hallo, mein Name ist Verena Pullwitt, aber im Skatepark nennen mich alle Vroni. Ich bin 38 Jahre alt, Ergotherapeutin und wohne im schönen Mittelhessischen Bad Endbach. Zum ersten Mal Kontakt mit WCMX hatte ich über Patrick Krause, den ich aus unserem gemeinsamen Studium kenne. 2015 habe ich zum ersten Mal als Begleitung bei einem WCMX Event ausgeholfen und seitdem immer wieder mitgearbeitet, mal als Helfer im Skatepark, aber überwiegend am Counter/ Anmeldung. Seit 2018 begleitet mich dabei mein Hund Humboldt.

DRS: Was ist deine Aufgabe im LOC?

VP: Ich kümmere mich um die Akkreditierung, also die Anmeldungen der Sportler, der Presse und der freiwilligen Helfer. Wenn diese sich über die Homepage registriert haben, bekommen sie von mir eine Anmeldebestätigung und ich drucke einen Akkreditierungsausweis, der dann in Köln am Counter bereit liegt. Bei den freiwilligen Helfern muss ich nur die Ausweise drucken, die Anmeldebestätigung bekommen sie von einer LOC Kollegin, die sich auch vor Ort um sie kümmern wird.

DRS: Wie findest du es, dass die WM in Köln/Deutschland stattfindet?

VP: Super, auch wenn es im Vorfeld und vor Ort bestimmt eine Menge Arbeit ist, die das gesamte LOC ja überwiegend ehrenamtlich leistet. Aber zu sehen wie sich die Athleten, besonders die Kinder, bei solchen Events ins Zeug legen und gegenseitig anfeuern, motivieren oder zu Höchstleistungen pushen, und die strahlenden Gesichter, wenn der Run gut war, das gleicht das alles wieder aus.

DRS: Worauf freust du dich am meisten?

VP: Am meisten freue ich mich darauf, viele Leute aus der WCMX Szene wiederzusehen, viele neue kennenzulernen und ich hoffe, dass sich die ganze viele ehrenamtliche Arbeit auszahlt und wir alle gemeinsam eine tolle WM miteinander erleben können. natürlich sollte auch der Spaß auf allen Seiten nicht zu kurz kommen, im Skatepark bei den Athleten, bei den hoffentlich zahlreichen Zuschauern und bei allen bei den gemeinsamen Abenden und der Abschlussparty.

DRS: Welche Bedeutung hat deiner Meinung nach die WM in Deutschland für WCMX bzw. den Rollstuhlsport im Allgemeinen?

VP: Ich finde es ist eine große Chance, den in Deutschland noch jungen, eher unbekannten Sport bekannter zu machen und auch zu zeigen, dass die deutsche WCMX Szene in den letzten Jahren sehr gewachsen und professioneller aufgestellt ist.

DRS: Was wünscht du dir für die Zukunft des Sports?

VP: Viele coole weitere Events, jede Menge Spaß mit allen Athleten und Organisatoren und ein paar mehr nette ehrenamtliche Helfer oder auch Sponsoren für die größeren Pläne wären nett.

Interview mit Simone Wachowiak

DRS spricht mit der Volunteermanagerin der WCMX WM in Köln

Simone Wachowiak

DRS: Stelle dich bitte kurz vor.

SW: Mein Name ist Simone Wachowiak, ich bin 38 Jahre alt und wohne in Datteln.

DRS: Was ist deine Aufgabe im LOC?

SW: Ich war für die Akquise, Einteilung und Einarbeitung der ehrenamtlichen Helfer für das Event zuständig. Mit genügend zuverlässigen und zufriedenen Helfern steht einem guten Event nichts mehr im Wege.

DRS: Wie findest du es, dass die WM in Köln/Deutschland stattfindet?

SW: Ich finde es großartig, dass die Weltmeisterschaft bei uns in Deutschland stattfindet. Köln ist eine tolerante und vielfältige Stadt.

DRS: Worauf freust du dich am meisten?

SW: Auf die Zusammenkunft der stetig wachsenden „skate family“ und ein aufregendes und unterhaltsames Event.

DRS: Welche Bedeutung hat deiner Meinung nach die WM in Deutschland für WCMX bzw. den Rollstuhlsport im Allgemeinen?

SW: Die WCMX Szene wächst stetig und kann sich durch die Weltmeisterschaft in Deutschland etablieren und vielleicht als Rollstuhlsport noch bekannter werden.

DRS: Was wünscht du dir für die Zukunft des Sports?

SW: Ich wünsche mir, dass die „skate family“ stetig wächst, an Bekanntheitsgrad gewinnt und dass der Rollstuhl künftig als Sportgerät, wie jedes andere, anerkannt wird.

Interview mit Til Augustin

Der Youngster und Überraschungssieger der letzten DM im Interview

Im Fokus: Til Augustin © Sandra Schink fotoatelier.hamburg

DRS: Stelle dich bitte kurz vor.

TA: Ich heiße Til Richard Augustin, bin 15 Jahre alt, komme aus Chemnitz und bin zweifacher deutscher Meister im WCMX.

DRS: Wie war dein erstes Mal im Skatepark?

TA: Sehr aufregend. Ich war bei einem Workshop dabei und habe das erste Mal den „drop in“ geübt. Danach habe ich Blut geleckt und wollte weitere WCMX Tricks lernen.

DRS: Hast du manchmal Angst im Skatepark?

TA: Selten. Eher Respekt. Angst ist schlecht und lässt einen Fehler machen, Respekt bewahrt einen davor Dummheiten zu machen.

DRS: Wie findest du es, dass die WM dieses Jahr in Deutschland (Köln) stattfindet?

TA: Das finde ich sehr cool, weil viele in Europa nicht die finanziellen Mittel haben, um in die USA zu fliegen. Außerdem ist es mal etwas Neues und ich glaube, dass es dieses Jahr interessante Fights zwischen den europäischen Fahrern geben wird.

DRS: Worauf freust du dich am meisten bei der WM?

TA: Am meisten freue ich mich auf viele alte und neue Gesichter im Skatepark. Und auf das große Rahmenprogramm, was die WM mit sich bringt. Vor allem würde ich mir aber freuen, wenn Aaron Fotheringham nach Deutschland kommt, um seinen Titel zu verteidigen, weil es mein großer Traum ist, den Erfinder von WCMX persönlich kennen zu lernen.

Interview mit Timon Luu

Der Skater aus Köln spricht über „Angst“ im Skatepark und seine Vorfreude auf die Heim-WM

Timon Luu © Björn Lubetzki

DRS: Stelle dich bitte kurz vor.

TL: Ich heiße Timon Luu, bin 37 Jahre alt und wohne in Köln. Letztes Jahr bin ich deutscher Meister geworden, dieses Jahr hat es nach einem harten Kampf nur für Platz 2 gereicht.

DRS: Wie war dein erstes Mal im Skatepark?

TL: Ich bin in meiner Jugend Skateboard und Inliner gefahren, daher war der Skatepark kein unbekanntes Terrain für mich. Allerdings war ich bei meiner ersten Teilnahme an einem WCMX Workshop gerade mal knappe 5 Monate im Rollstuhl, konnte noch nicht kontrolliert kippeln, geschweige denn einen Wheelie halten. Das war sehr spannend, hat aber soviel Spaß gemacht, dass ich ab da angefangen habe regelmäßig zu skaten.

DRS: Hast du manchmal Angst im Skatepark?

TL: Angst habe ich keine. Klar ist mir manchmal mulmig, vor allem, wenn ich große Sprünge oder andere etwas riskantere Tricks zum ersten Mal ausprobiere. Aber das ist auch gut so, denn wenn man keinen Respekt vor solchen Tricks hat, kann es durch Übermut gefährlich werden. Angst hingegen kann einen lähmen, was im entscheidenden Moment eines Tricks ebenso gefährlich werden kann.

DRS: Wie findest du es, dass die WM dieses Jahr in Deutschland stattfindet?

TL: Ich finde es super, dass durch die WM in Deutschland mehr europäische Fahrer die Möglichkeit haben teilzunehmen. Denn die Kosten für eine Teilnahme in den USA, wo die WMs bisher stattfanden, können die wenigsten hier aufbringen. Und vor allem freue ich mich, dass die WM in Köln stattfindet, also quasi vor meiner Haustür.

DRS: Worauf freust du dich am meisten bei der WM?

TL: Ich freue mich auf spannende Wettkämpfe, tolle Darbietungen und vor allem darauf, dass die weltweite WCMX Community zusammenkommt, ich viele Leute wieder treffe und auch neue kennenlerne. Denn der Zusammenhalt in der Gemeinschaft ist schon fast familiär und somit wird die WM hoffentlich zu einer Riesenparty für uns alle.

Waldmeister für Weltmeister

Mit dem richtigen Eis zum Weltmeistertitel

Das Eiscafe Fräulein  Claras Eis aus Gera (Thüringen) unterstützt mit einer coolen Aktion die Paraskate2019. Jede verkaufte Kugel Waldmeistereis an diesem Wochenende kommt der WCMX-Worldcompetition zugute.

Seit 2 Jahren richtet der Fachbereich WCMX im Deutschen Rollstuhl-Sportverband  am ersten Maiwochenende die Rollstuhlsportaktionstage zum Hofwiesenparkfest in Gera aus. Hier ist für die Sportler Fräulein Claras Eis zu einer festen Größe in der Ostthüringer Stadt gworden.

„Wir freuen uns sehr über die Unterstützung aus meiner Heimatstadt“, so der Leiter des LOC zur Paraskate 2019, Patrick Krause. Der erste Kontakt kam damals über die Kinder des Inhabers, Bernd Holzmüller, zustande, welche bei uns an den WCMX TryOuts teilnahmen und ihrem Vater begeistert davon berichteten.

Wer diese Aktion unterstützen und dazu noch leckeres, natürliches, handwerklich hergestelltes Eis möchte, findet Fräulein Claras Eis in der Gutenbergstraße 3, 07548 Gera.

Interview mit Patrick Krause

DRS spricht mit dem Orga-Chef der WCMX WM in Köln

DRS: Patrick, bitte stelle dich kurz vor.

PK: Mein Name ist Patrick Krause und ich bin seit 2015 Leiter des Fachbereichs WCMX (ehem. AG Actionsport) im DRS. In dieser Funktion war es mir eine große Ehre, als wir das Angebot erhielten, die Weltmeisterschaft bei uns in Deutschland auszurichten.

DRS: Was ist deine Aufgabe im LOC?

PK: Als Leiter des LOC bin ich Hauptverantwortlicher für die Gesamtorganisation der WM und als Veranstaltungsleiter verantwortlich für den sportlichen Ablauf der Wettkämpfe.

DRS: Wie findest du es, dass die WM in Köln/Deutschland stattfindet?

PK: Es ist großartig, die Weltmeisterschaft bei uns in Deutschland und speziell in der Domstadt ausrichten zu dürfen. Ich begleite WCMX hierzulande seit den Anfängen vor 6 Jahren und freue mich sehr über dieses für diesen sehr jungen Sport historische Ereignis. Die WCMX Szene wächst stetig und hat in Deutschland in den letzten Jahren eine starke Entwicklung gemacht, so dass die Ausrichtung einer Weltmeisterschaft in nicht allzu ferner Zukunft eine für uns logische Konsequenz war. Dass wir aber nun die erste Weltmeisterschaft außerhalb der USA ausrichten, damit hätte ich nicht gerechnet.

DRS: Worauf freust du dich am meisten?

PK: Ich freue mich darauf, alte und neue Gesichter zu sehen, spannende Wettkämpfe und ein großartiges Wochenende, an dem wir alle gemeinsam den Sport, die Athleten und natürlich die Erfolge feiern werden. Speziell natürlich zu den Partys Samstag und Sonntag Abend mit all unseren Partnern, Besuchern und Freunden des Sports.

DRS: Welche Bedeutung hat deiner Meinung nach die WM in Deutschland für WCMX bzw. den Rollstuhlsport im Allgemeinen?

PK: Dies könnte der Auftakt zu einem neuen Abschnitt in der Geschichte des WCMX sein. Die WM hat bisher in den USA als Geburtsland dieses Sports stattgefunden. Jedoch findet WCMX weltweit immer mehr Anhänger, daher sollte auch die WM in unterschiedlichen Ländern stattfinden. Hinzu kommt, dass wir unserer eigenen Nation mit der WM zeigen können, dass es nicht nur die üblicherweise bekannten Rollstuhlsportarten gibt, sondern auch Extremsportarten, zu denen auch WCMX zählt.

DRS: Was wünscht du dir für die Zukunft des Sports?

PK: Ich wünsche mir, dass die weltweite WCMX Gemeinschaft weiterwächst und bekannt wird, die Fahrer ihren Status als Exoten im Skatepark verlieren werden und ein Rollstuhl also Sportgerät so selbstverständlich sein wird, wie ein Skateboard oder BMX beispielsweise. Vor dem Hintergrund, dass Skateboarding und BMX bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio zum ersten Mal dabei sein werden, ist es natürlich für uns ein großes Ziel, dass in ferner Zukunft auch WCMX bei den Paralympischen Spielen vertreten sein wird.

Patrick Krause beim Skate Jam in Hamburg – Foto: © ParkSportInsel

Patrick Krause zum WM- Präsnentation in mit Ulf Mehrens, dem DRS Vorsitzenden (links) – Foto: © Bernhard Hoffmann / DRS

Weltelite trifft sich in der Domstadt

Mit der Worldcompetition in Köln findet erstmalig eine WM in Deutschland statt
Am 31. August und 1. September 2019 trifft sich die Weltelite des WCMX erstmalig außerhalb der USA zum sportlichen Vergleich. Patrick Krause, Fachbereichsleiter WCMX im DRS, erwartet mehr als 30 Sportler*innen in Köln.

Extremsport, Funsport, Free-Riding – Namen gibt es viele. Eines haben die Sportarten, die darunter fallen, gemeinsam: Sie machen Spaß und bringen Action – natürlich auch mit Handicap! In Deutschland und auch anderen Ländern zählt WCMX (Rollstuhlskaten) inzwischen zu einer der angesagtesten Behindertensportarten. WCMX steht für ›WheelchairMX‹ und bezeichnet das Skaten mit dem Rollstuhl. Dabei kreiert man coole Tricks und Moves im Skatepark, wie man sie auch von BMXern oder Skateboardern kennt. Der noch junge Sport kommt aus den USA, wo es bereits eine sehr große und aktive Szene gibt. WCMX hat weltweit Anhänger gefunden und auch in Deutschland wächst die Szene stetig.

In Köln erwartet die Zuschauer*innen und Teilnehmer*innen neben atemberaubenden Sport auch ein attraktives Rahmenprogramm. Unter anderem wird ein internationaler Workshop angeboten, bei dem man mit Unterstützung internationaler Profis WCMX ausprobieren kann, egal ob Rollstuhlfahrer oder nicht.

Nach der Qualifikation am Samstag lädt der DRS am Abend Sportler*innen, Partner und alle Besucher*innen zur ›Party op Kölsch‹ ein. Direkt am Skatepark wird zu Kölschen Liedern das kölsche Lebensgefühl gefeiert.

Der Sonntag steht dann ganz im Zeichen der Finalläufe. Hier wird sich entscheiden, wer den Meistertitel mit nach Hause nehmen darf. Til Augustin aus Chemnitz, Überraschungssieger der diesjährigen DM in Berlin in der Division 3, zählt mit zum Favoritenkreis. »Es wird eine große Herausforderung, sich mit den starken Athleten aus den Niederlanden und Brasilien zu messen«, sagt der der erst 15-jährige zweifache Deutscher Meister mit Blick auf die Worldcompetition.

In der höchsten Startklasse (Division 1) geht zur Freude des Veranstalters Aaron Fotheringham an den Start. Der ›All-time-Worldchampion‹ kommt extra aus den USA in die Domstadt, um seinen Platz an der Weltspitze zu verteidigen. Das starke Starterfeld will es ihm dabei so schwer wie möglich machen, denn sowohl der deutsche WCMX-Pionier David Lebuser als auch der Serbe Nemanja Radijevic haben den Weltmeistertitel ebenfalls fest im Blick.

Den krönenden Abschluss bildet im Anschluss an die Siegerehrung, die ›Riders Party‹ mit allen Athleten und Freunden des Sports. Die Kölner Skater-Band ›Jail Bait‹ wird live aufspielen und zum Gelingen des Abschlusses beitragen. Alle Infos zur Veranstaltung gibt es unter www.paraskate2019.de. | Patrick Krause

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